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Zum Jahresausklang

Nicht alle Ziele erreicht – die Hoffnung bleibt

Das Jahr 2018 beginnt diesmal am 01. Januar und endet, wenn nichts dazwischen kommt, am 31. Dezember. So war es immer und das verspricht Langeweile. Es sollen ja noch nicht einmal Wahlen stattfinden . . . (3 x Holz).

Aber ist das nicht die Chance, sich endlich einmal um wichtige politische Dinge kümmern zu können? Als Kreisverband DIE LINKE. MSH haben wir diesbezüglich viel vor.

Junge Leute sind zu uns gestoßen. Die wollen sich engagieren und integrieren. Wir werden ein Neumitgliedertreffen anbieten – zum Kennenlernen, Interessen austauschen und Politikfelder abklopfen.

Auf einer Klausur werden wir Mandatsträger und solche, die es werden wollen, einladen, kommunalpolitische Themen zu beraten. Hierzu braucht man Ruhe und Zeit. Wir wollen diskutieren, wie wir unsere Stimme erheben für eine solidarische Gesellschaft. Wie können wir erreichen, dass diejenigen, die die sozialen Verwerfungen am meisten spüren, nicht die Schuld bei vermeidlich noch schwächeren Menschen suchen.

Es gilt die Zeit zu nutzen, um mit Einwohnern in unserer Region wieder besser ins Gespräch zu kommen und um zu erfahren, wo es „klemmt“.

Das Jahr 2018 gilt als Vorbereitung auf die Kommunalwahlen. Wir möchten Bürgerinnen und Bürger  gewinnen, die sich mit uns gemeinsam für Veränderungen und Verbesserungen des Lebens- und Wohnumfeldes einbringen wollen.

Traditionell bildet unser Neujahrsempfang den politischen Auftakt für ein Neues Jahr. Hierzu treffen wir uns am 29. Januar 2018 mit Unterstützern und Interessenten ab  17:00 Uhr im „Hof der Gewerke“ in Benndorf.

Zuvor wünschen wir allen Mitgliedern, Freunden und Sympathisanten angenehme Weihnachtstage und einen guten Start ins Jahr 2018!

Carola Kunde                         Helmut Neuweger     

Vorsitzende des Kreisverbandes DIE LINKE. Mansfeld-Südharz

Gemeinsames Bürgerbüro in Sangerhausen eröffnet

MdB Birke Bull-Bischoff eröffnet zusammen mit den Linken Fraktionen des Kreistages und im Sangerhäuser Stadtrat gemeinsames Bürgerbüro

Der Advent in den Rosenhöfen ist in Sangerhausen zu einer schönen und von den Bürgern gern angenommenen Tradition in der Vorweihnachtszeit geworden.

Anlass für die LINKE, das neue Bürgerbüro mitten in der Göpenstraße, der „Einkaufsmeile“ von Sangerhausen, zu eröffnen. Das Objekt bietet beste Möglichkeiten mit den Bürgern in`s Gespräch zu kommen. Birke setzt damit die gute Tradition fort, die Roland Claus, das langjährige MdB mit dem Bürgerbüro in der Kyselhäuser Straße, also gleich um die Ecke, begründete.

Was liegt da näher, als dieses Fest der Besinnlichkeit und Lebensfreude zu nutzen, um unseren neuen Bürgertreff gemeinsam mit den Sangerhäusern einzuweihen. Die nahmen nach der offiziellen Eröffnung durch Birke und die Fraktionsvorsitzenden Christine Kümmel und Klaus Kotzur die Gelegenheit auch rege wahr. Mehrere Stunden drängten sich Mitglieder, Sympathisanten und Interessierte in den Räumlichkeiten, sodass auch noch der kleine Schreibtisch in den Abstellraum verschwinden musste, um noch ein paar Plätze zu schaffen.

Bei Glühwein und alkoholfreien Getränken, Gulaschsuppe und Fettschnitten wurde kräftig diskutiert.

Der verspätete Nikolaus oder der vorfristige Weihnachtsmann war mit roter Robe und echtem Rauschebart nicht nur das Highlight für die Kinder, sondern entpuppte sich als unser Kreisvorsitzender. Neben den zahlreichen Sangerhäusern waren auch unsere Landrätin Angelika Klein und Roland Claus gekommen. Grüße wurden von Jan Korte, unserem parlamentarischen Geschäftsführer der Bundestagsfraktion übermittelt.

Der Oberbürgermeister Sven Strauß ( SPD ) fand sich zu angeregtem Gespräch ein. Selbst Finanzminister Schröder ( CDU ) sprang zu später Stunde für 2 Minuten in den mittlerweile übersichtlich gefüllten Raum, um Birke kurz zu umarmen und zu herzen, was sie doch ob der überschäumenden Herzlichkeit etwas ratlos zurück ließ.

Alles in allem war es ein schöner und erfolgreicher Abend, der uns alle hoffen lässt, dass das Büro bei den Bürgern ankommt. Noch am Abend haben wir diskutiert, wie wir die Chancen noch besser nutzen wollen, unsere Politik bürgernah, offensiv und „frecher“ an die Frau und den Mann zu bringen.

Clubgespräche

Revolution und Reformation - Müntzer und Luther

Der Rosa-Luxemburg-Club Harz hat am 29. November zu einem Vortragsabend mit Adrian Hartke, seit 2011 Leiter des Museums Burg & Schloss Allstedt und Kurator der dortigen neuen Dauerausstellung zu Thomas Müntzer, in das Hotel "Graf von Mansfeld" eingeladen. Im Mittelpunkt dieses Clubgesprächs am Ende des Reformationsjubiläumsjahres standen Leben und Wirken des Reformators Thomas Müntzer. Der in Stolberg (Harz) geborene Müntzer wirkte in vielen Orten, so u.a. in Frose, Braunschweig, Beuditz (heute in Weißenfels), Halle oder Allstedt. HIer in der Amtstadt erhielt er den meisten geistigen Rückhalt. Hier setzte er seine Gottesdienstreform um, hielt den Gottestdienst in deutscher Sprache. Noch bis Anfang des 17. Jahrhunderts wurde in Allstedt der Gottestdienst danach abgehalten. Und das obwohl seine Schriften nach dem Bauernkrieg auf dem Index standen. Auf Schloss Allstedt befindet sich die einzige umfangreiche und sehr fundierte Dauerausstellung über Thomas Müntzer und sein Wirken. Wir hatten an diesem Abend die Gelegenheit, sehr viel Interessantes und wenig Bekanntes zum Forschungsstand über den Mystiker, Prediger und Sozialrevolutionär Thomas Müntzer zu erfahren. Auch wenn dieser von Martin Luther als "Teufel von Allstedt" bezeichnet wurde, so hat den Ausführungen von Adrian Hartke zufolge das Wirken von Thomas Müntzer sehr wesentlich zum Erfolg von Martin Luther beigetragen. Das Verständnis für den einfachen Mann und die Erkenntnis der politischen Lage der Zeit vor den Bauernaufständen ging bei Müntzer in vielen Punkten tiefer als bei Luther. Das blieb nicht ohne Wirkung für die Reformation. Ein spannender Vortragsabend mit großem Gewinn für die Anwesenden.

Buchlesung in Manni´s Lou

Deutsche und europäische Geschichte

 

Die russische Revolution und die deutsche Linke 1917/18, so das Thema einer Buchlesung mit Dr. Jörn Schütrumpf, Historiker und langjähriger Leiter des Dietz Verlages Berlin, am 15. November im "Mani's Lou" in Sangerhausen. Zu der sehr aufschlussreichen Veranstaltung haben Die LINKE. Mansfeld-Südharz und der Rosa-Luxemburg- Klub Harz Interessierte eingeladen.

Schütrumpf entwickelte ausgehend von seinem aktuell herausgegebenen Sammelband "Diktatur statt Sozialismus" das Thema. Ihm als weiterer Gesprächspartner zur Seite Dr. Dietmar Wittich (Rosa-Luxemburg-KLub Harz).

Mit eine Vielzahl von widerstreitenden, je nach Gemengelage auch wechselnden Meinungen von Vertretern der deutschen Sozialdemokratie sowie polnischer und russischer Akteure der verschiedenen Lager der Linken zur Revolution und dem Wirken der Bolschewiki zeigte Schütrumpf sehr faktenreich die Legenden über das Wirken der russischen Revolution wie auch jene Legenden zur Verunglimpfung Rosa Luxemburgs auf, die übrigens von Clara Zetkin ausgingen.

Es wurde über bereits vergessene Vertraute von Rosa Luxemburg berichtet wie Mathilde Jacob und Paul Lange, Max Sievers ( Freidenker), Arthur Crispien ( Später Vors. SPD ) und Alexander Stein, Rußlandexperte der USPD.

Die Schnelllebigkeit und das Chaos der Zustände in den Jahren des I. Weltkrieges, des Entstehens der USPD und der Spartakusgruppe in dieser Zeit und deren Verhältnis zur Oktoberrevolution war für uns Zuhörer ziemlich ernüchternd. Insofern wurde sehr deutlich mit den oft vermittelten „einfachen Antworten“ aufgeräumt.

In der Diskussion wurde über die Rolle der Gewerkschaften und der linken Leipziger Vertreter, über die Verhältnisse der polnischen Linken, die sowohl in Deutschland ( Luxemburg, Jogiches) als auch in Russland (Drzierzynski) präsent waren, über den revolutionären Terror  und v.a.m. diskutiert.

Auf die Frage: hat das Wirken Lenins und der russischen Revolution direkt zu Stalin und in der Folge zum Stalinismus geführt, gab es ein deutliches JA.

Umgeschaut und zugehört

Bildungspolitik(er) vor Ort

v.l.n.r. Schulleiterin der Naturgrundschule Heiligenthal A. Rockmann, MdL Th. Lippmann, Ortschaftsrat G. Hahn, MdL St. Gebhardt

Wer nicht kämpft, hat schon verloren… - Ein Tagesordnungspunkt des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Gerbstedt lautete am 08. November "Beratung und Beschlussempfehlung zur Schulentwicklungsplanung der Stadt Gerbstedt".
Es kam anders, als von allen Beteiligten - Stadträte, Ortsbürgermeister, Elternvertreter der Grundschulen Heiligenthal und Siersleben sowie weiterer Bürger aus Ortsteilen der Stadt Gerbstedt - gedacht. Wurde noch im Vorfeld mehrfach aufgrund sinkender Schülerzahlen und des Sanierungsstaus in Siersleben über mögliche Schließungsabsichten und -termine im Stadtrat und am runden Tisch mit den Fördervereinen kontrovers debattiert, entwickelte sich gegen diese  Schließungsabsichten breit aufgestellter Widerstand und eine Eigendynamik.
Parallel dazu konnten wir aktiv und mit Interesse den erfolgreichen Abschluss des Volksbegehrens zur Novellierung des Landesschulgesetzes verfolgen: Erstmalig in der neueren Geschichte des Landes Sachsen-Anhalt mussten Vertretern der Volksinitiative Rederecht im Landtag gewährt werden.
Im Ergebnis liegt nunmehr den Gremien des Landtages eine Novelle vor, die inhaltlich bis zur Gesetzgebung - voraussichtlich im Sommer 2018 - weiter auszugestalten ist. Ein Thema hierbei sind auch Schulverbünde.

Vor diesem Hintergrund hat unser Stadtrat Manfred Lüning in besagter Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses einen Antrag gerichtet, der darauf abzielte, die Gespräche über mögliche Schulschließungen, über den Schulentwicklungsplan generell, so lange auf Eis zu legen, bis ein neues Landesschulgesetz aufgelegt ist. - Womit keiner der Anwesenden gerechnet hatte: Bürgermeister Siegfried Schwarz und die Räte stimmten unserem Linken-Stadtrat zu.
Mehr noch. Es entspann sich ein Dialog, der in der Bereitschaft aller mündete, die Bürger „abzuholen und mitzunehmen“ und sich vor Ort genauer die Lage anzuschauen, ehe weitreichende und z.T. einschneidende Maßnahmen in Gang gesetzt werden.
Herausgearbeitet wurde dabei auch, dass nicht ständig die desolate Finanzsituation in den Vordergrund geschoben werden muss. Es gibt auch z.B. Möglichkeiten über Fördervereine, Sponsoren oder gar Spenden etwas zu bewegen.

Zu einem weiteren Höhepunkt gestaltete sich der Vor-Ort-Termin der Landtagsabgeordneten der Fraktion DIE LINKE. Stefan Gebhardt und Thomas Lippmann tags darauf in Heiligenthal und in Siersleben.
Beide Politiker machten in den Grundschulen den Leiterinnen und Elternvertretern deutlich, dass die Situation, in der wir uns befinden, zwar nicht die günstigste sei und eine Lösung, mit der letztlich alle Beteiligten zufrieden sein können, kein Spaziergang ist. Doch „die Füße erst mal still zu halten ist ein Schritt in die richtige Richtung. Nunmehr kommt es darauf an, alle Einflussfaktoren - sowohl positive als auch negative - im Auge zu behalten und mögliche Alternativen im Interesse unserer Kinder nicht aus den Augen zu verlieren“, waren sich Lippmann und Gebhardt einig.

Mit diesem Hintergrund und beseelt von dem Gedanken, die Schulstandorte Heiligenthal und Siersleben auch über die Jahre 2019/2020 zu erhalten, hat eine Initiative aus Mitgliedern des Fördervereins Siersleben, dem Ortsbürgermeister und Bürgern, die am Erhalt der Standorte interessiert sind, eine Brief an Bildungsminister Tullner formuliert, der auch dem Bürgermeister zur Kenntnis vorliegt.

Wir sagen Danke!

Liebe Genossinnen und Genossen,

Liebe Freunde,

nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erreicht DIE LINKE bundesweit 9,2 Prozent und erringt 69 Mandate, davon fünf Direktmandate. In Sachsen-Anhalt hat DIE LINKE nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 17,8 Prozent erreicht.

Wir danken den Wählerinnen und Wählern und vor allem euch, unseren vielen unermüdlichen Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfern. Denn ihr habt dafür gesorgt, dass die Themen, die den Menschen unter den Nägeln brennen, auch Gegenstand des Wahlkampfes geworden sind. Auf den Wochenmärkten, vor den Einkaufszentren, auf Bartouren, im Internet und bei vielen Podien überall im Land stand DIE LINKE für bezahlbare Mieten, gute Arbeit, bessere Bildung und eine armutsfeste Rente und wird es auch weiterhin tun.

Für eure tollen Ideen im Wahlkampf, für euren tatkräftigen Einsatz, für eure wochenlange Ausdauer, für die großen und auch kleinen Dinge möchten wir euch heute unseren Dank aussprechen.

Mit solidarischen Grüßen

Andreas Höppner                          Achim Bittrich                                 Henriette Krebs

Landesvorsitzender                       Landeswahlleiter                            Landesgeschäftsführerin

Action am Stand - und Wetterkapriolen

Alexander Sorge am Süßen See

Der Ortsverband Seegebiet Mansfelder Land organisierte einen weiteren Wahlkampfauftritt unseres Direktkandidaten Alexander Sorge.

Am 20. September war er mit Genossinnen und Genossen des Kreisverbandes Mansfeld-Südharz an der Promenade des Süßen Sees anzutreffen. Gemeinsam mit Sven Lange als Haraldino hatten besonders die Kinder viel Spaß am Infostand - allerdings wurde ziemlich bald der Pavillon der Linken umfunktioniert als Unterschlupf vor Sturm und Regen. Der Stimmung tat das wenig Abbruch. Und folgender Spruch eines jungen Parteimitglieds wird den Dabeigewesenen im Gedächtnis bleiben: "Wahlkämpfe müssen nicht zwangsläufig trocken sein...!"

Weltfriedenstag

Kranzniederlegung im Stadtpark

Anlässlich des Weltfriedenstages lud der Kreisverbandes DIE LINKE. Mansfeld-Südharz am 1. September zu einer Kranzniederlegung in den Stadtpark Hettstedt ein. Friedliebende Bürgerinnen und Bürger fanden sich ein, um gemeinsam mit dem Veranstaltungsredner Alexander Sorge, Bundestagsdirektkandidat der Linken im Wahlkreis 74, der Opfer des Zweiten Weltkrieges, der Opfer aller Kriege und Terrorakte zu gedenken und Luftballons mit der Friedenstaube in den Himmel steigen zu lassen.

Auf dem Weg zur Bundestagswahl

Mit dem Rad auf Wahlkampftour

Im Seegebiet waren heute Helmut Neuweger, Lars Bielicke, Oliver Franke, Bernd und Britta Uschmann unterwegs. Wir trafen uns 13.00 Uhr auf dem Parkplatz von ALDI und EDEKA in Röblingen. Unsere Fahrt auf geschmückten Rädern führte uns von Röblingen über Unterröblingen, Amsdorf, Wansleben und Rottelsdorf vorbei an den Weinbergen zum Nordufer des Süßen Sees. Nach einer kleinen Rast unter den zahlreichen Sonnenhungrigen am Nordstrand fuhren wir zur gut besuchten Promenade nach Seeburg zum Eisessen und dann über Aseleben und Röblingen zurück. Obwohl wir nicht zu übersehen waren, hätten wir uns schon noch ein paar mehr Bewegungsaktivisten im zweifachen Sinne gewünscht. Die nächste Tour ist für den 9. September geplant. Dann treffen wir uns 14 Uhr am Kumpelplatz in Sangerhausen und starten nach der Ladehebung. Wir sehen uns!

Impressionen von Familienfest

Gute Laune, gutes Wetter, gute Gespräche

DIE LINKE. Mansfeld-Südharz lud am 25. August zum Familienfest nach Sangerhausen ein - und viele interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen. Sie nahmen die Möglichkeit wahr, unseren Direktkandidaten Alexander Sorge live zu sehen und ihm Fragen zu stellen. Die Talkrunden - moderiert vom Kreisvorstandsmitglied Carola Kunde - waren kurzweilig und hatten u.a. Bildungsfragen, das Engagement der Linken gegen Rechts und Fragen zur Förderung von Vereinen zum Inhalt.

Zu den Gästen des Festes gehörten auch Roland Claus (noch MdB), Dr. Uwe Jens Rössel (einst MdB), Dr. Angelika Klein (Landrätin), Swen Knöchel (Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im Landtag) und die neu gewählte Landesgeschäftsführerin der sachsen-anhaltischen Linken, Henriette Krebs.

Für Kinder hatte Sven Lange alias Haraldino viel Unterhaltsames zu bieten, Manni's Lou sorgte für das leibliche Wohl und Herr Gürtler aus Eisleben an den Tasten für Stimmung. Zudem konnte man am Bücherstand von Eva Kotzur gleich doppelt Gutes tun: aus einem großen Fundus für sich selber Lektüre finden - und mit einer Spende den Spielplatz an der Walkmühle unterstützen.

DIE LINKE. Hettstedt und Umgebung

Gleich zwei Bundestagskandidaten zu Gast im Ratskeller

Will den Sprung in den Bundestag schaffen: Alexander Sorge (Wahlkreis 74 Mansfeld)
MdB Jan Korte (Wahlkreis 71 Anhalt), seit 2015 persönlicher Stellvertreter der Fraktionsvorsitzenden Bartsch und Wagenknecht

Gleich zwei Bundestagskandidaten zu Gast im Ratskeller

Zur Ortsversammlung lud DIE LINKE. Hettstedt und Umgebung seine Mitglieder und interessierte Bürgerinnen und Bürger am Donnerstag, 13. Juli, in die Hettstedter Ratsstube ein. Die Linken hatten an diesem Tag gleich zwei Bundestagskandidaten zu Gast: das Bundestagsmitglied Jan Korte aus Bernburg, der zur Lage der Partei referierte und lebhaft mit den BO-Mitgliedern diskutierte, sowie den Direktkandidaten des Wahlkreises 74 (Mansfeld), Alexander Sorge, der sich der eigenen Basis vorstellte.

Jan Korte besuchte vor der Veranstaltung noch das Mädchen-Camp des Kreis-Kinder- und Jugendrings in der Gorenzener Jugendherberge. Dort wohnte er einem Fotoshooting bei, dessen Resultat ein Kalender sein wird, der „Starke Mädchen aus Sachsen-Anhalt“ zeigen soll, und er erfragte in einem Meinungsaustausch, was junge Mädchen hierzulande von der Politik erwarten.

Bundestagswahl

Vertreter schicken Alexander Sorge ins Rennen

Die Kreisverbände der Linken Mansfeld-Südharz und des Saalekreises luden ihre Vertreter für eine Neuwahl am 28.06. ins Hotel Graf von Mansfeld nach Eisleben ein. Nachdem der im Januar gewählte Bundestagskandidat Uwe Zobel mit seiner gefälschten Biografie aufflog und daraufhin am 22. Mai seinen Verzicht erklärte, wurde für den Wahlkreis 74 diese Neuwahl notwendig.

Als einziger Kandidat stellte sich Alexander Sorge aus Bad Lauchstädt den Vertreterinnen und Vertretern und ihren Fragen. Vom 39-jährigen selbständigen Grafikdesigner mit großer Wahlkampferfahrung zeigten sich die Vertreter auf dem Nominierungsparteitag angetan - er wurde mit einem sehr guten Ergebnis als Kandidat des geschnittenen Wahlkreises 74 gewählt. Der Wahlkreis umfasst neben Mansfeld-Südharz Teile des Saalekreises (Bad Lauchstädt, Merseburg, Mücheln, Querfurt, Salzatal, Teutschental, wettin-Löbejün und Weida-Land).

Alexander Sorge will in einen motivierten, ehrgeizigen Wahlkampf ziehen, will die Menschen mit- und ihre Sorgen ernst nehmen, will Mauern in den Köpfen zum Bröckeln bringen, zum Nachdenken bewegen, Humanität vorleben und fordern. Wertevermittlung als Fundament für eine bessere, solidarische Gemeinschaft sind ihm wichtig, das brachte er in seiner Vorstellungsrede sehr deutlich zum Ausdruck. Und so gab es am Abend der Vertreterversammlung kein bisschen Verwunderung, als Alexander Sorge sich bekannte, ab und an Gast in seiner Kirchengemeinde zu sein. Dass er Transparenz bei den Steuereinnahmen und -ausgaben der Kirchen fordert und man diese Diskussion immer wieder und weiterführen muss, sei indes auch für ihn selbstverständlich.

Friedenslauf von Rom auch durch Mansfeld-Südharz

Allstedt und Lutherstadt Eisleben empfangen die Friedensläufer

Am 23. April 2017 sind die Friedensläufer in Rom gestartet. Ihr Weg führt sie ca. 2000 km von Rom über Österreich nach Deutschland. Am 8. Mai erreichen sie die Lutherstadt Wittenberg. Ihr Lauf steht unter dem Motto "Für Frieden und Demokratie, gegen Fremdenhass". Am Freitag führte die 13. Etappe von Erfurt in unseren Landkreis. Mittags wurden die Aktiven in der Sekundarschule Allstedt mit einem Sportfest der Generationen begrüßt. Von dort ging es weiter über Osterhausen in die Lutherstadt Eisleben. Am Samstag nahmen einige LäuferInnen am Frühlingslauf teil und dann ging es nach Halle, wo die Sportler*innen am frühen Nachmittag erwartet wurden.

Internationaler Tag der Arbeiterbewegung

Gute Arbeit stand im Mittelpunkt der politischen Veranstaltungen

Landesweit hat DIE LINKE zusammen mit Gewerkschaften, Vereinen und demokratischen Parteien am Montag den Tag der Arbeit gefeiert. In Hettstedt beteiligte sich der OV Hettstedt und Umgebung an einem politischen Frühschoppen auf dem Freigelände am Haus der Jugend. Hier wurde an den Infoständen deutlich, dass das Thema „gute Arbeit“ für Sachsen-Anhalt ein Dauerthema bleibt. Um dem Wettbewerbsföderalismus entgegenzutreten, brauchen wir bundesweit einheitlich schärfere Regeln bei der Vergabe von Fördermitteln. Wir fordern als Linke den Ausbau einer aktiven Wirtschaftsförderung für gute Arbeit. Das heißt: Kein Cent mehr für Niedriglohnarbeit und dauerhafte Leiharbeit! Stattdessen wollen wir gute Arbeit fördern - durch Kopplung der Wirtschaftsförderung an auskömmliche Einkommen, Tarifbindung, Mitbestimmung im Betrieb, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie umweltbezogene Standards. Gute Arbeit bedeutet zunehmend auch die Gewährleistung von Arbeitsschutzrechten und Mitbestimmung in Zeiten neuer digitaler Arbeitsformen und Rahmenbedingungen.

Unsere Forderung nach würdiger Bezahlung und sinnstiftender Arbeit ist kein Randthema im Bundesland, im Gegenteil, denn fast ein Drittel aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt erhält nur den Mindestlohn. Dieser muss auf 12 Euro erhöht werden, wenn er wirklich vor Armut schützen soll. Bei branchenspezifischen Mindestlöhnen muss endlich die Schlechterstellung des Ostens enden. Wir wollen Schluss machen mit dem Missbrauch von Befristungen und Leiharbeit. Diese und andere Forderungen der Partei DIE LINKE waren auch Teil eines Quiz, an dem so manchen Infostandbesucher teilnahm und auf deren Gewinner kleine Preise wie Theatergutschein, Lektüre und Werbegeschenke der Partei DIE LINKE warten.

Gewinner des Quiz:
Lena Rudloff aus Walbeck erhält einen Theatergutschein in Höhe von 15 Euro und eine DIE LINKE-Tasse
Ben Jungnickel aus Harzgerode erhält ein Buch und einen DIE LINKE-Wasserball
Mario Lenke aus Hettstedt erhält eine kleine Flasche Rotkäppchensekt und eine DIE LINKE-Frisbeescheibe

Herzliche Glückwünsche!

Landesparteitag - eine Einschätzung von Carola Kunde

Bundestagswahlkampf bringt Bewegung in DIE LINKE

Delegierte und Mitglieder unseres Kreisverbandes beim Landesparteitag in Wittenberg, unter ihnen die Autorin des Beitrages, Carola Kunde (2.v.l.).

Bewegende Momente hatte die 1. Tagung des 6. Landesparteitages und die VertreterInnenversammlung am 18. Februar in der Lutherstadt Wittenberg sicherlich reichlich.

Bewegt hat mich vor allem der anhaltende Applaus, als Zeichen von Respekt für das Engagement und die Leistung zu Ehren von Roland Claus.

Roland Claus, der nicht nur unseren Kreisverband, sondern auch die Geschicke im Landesverband und auf Bundesebene über Jahrzente mit herausragendem Engagement geprägt und mitgestaltet hat, wird sich aus dem politischen Berlin im Herbst diesen Jahres zurück ziehen. Also bewegten sich die 119 anwesenden Delegierten und zahlreiche Gäste von ihren Stühlen und dankten so für die Jahre der Zusammenarbeit.

Der Chance und Verantwortung bewusst, ein kleines Zahnrad im Getriebe für den erhofften politischen Umbruch im September zu sein, bin ich gemeinsam mit anderen VertreterInnen unseres Kreisverbandes nicht nur pünktlich gewesen, sondern auch bis zum Schluss geblieben. Und das kann nicht jeder Kreisverband von sich behaupten.

Im aufwendigem Wahlprozedere wurde die Landesliste für die diesjährige Bundestagswahl aufgestellt. Die Wahlgänge waren langatmig, sodass die eine oder andere Kampfkanditatur erfrischend wirkte.

Bewegende Stimmung durchzog die Stadthalle Wittenberg, als  die Bewerbung um Listenplatz 3 der Landesliste auf der Tagesordnung stand. Pia Schillinger, die Jugendkandidatin, trat gegen die Landeschefin Birke Bull-Bischoff an, die den Platz knapp für sich behaupten konnte. Junge Leute gehören in die Politik, in die Parlamente und mit Funktionen in die Gremien des Kreis- und Landesverbandes. In unserem Kreisverband gilt noch als jung, wer um die 40 ist. Und ehrlich, jugendlich ist das bei Weitem nicht. Junge Menschen bringen frische Ideen und damit Bewegung, bringen Impulse und müssen unterstützt werden. Zusammenarbeit ist hier der Schlüssel, der Synergien frei setzt. Dies scheint hier im Vorfeld nicht geklappt zu haben. Letzlich waren wohl beide KandidatInnen nicht erfreut über die Ergebnisse. Hoffentlich bewegen sich die Generationen künftiger zu einer gelingenderen Zusammenarbeit hin.

Wie zu erwarten, war auch das Ringen um Platz 5 zwischen Eva von Angern und Evelyn Edler nicht weniger spannend. Zwei Frauen mit viel Engagement, aber eben nur ein Platz. Letzlich wählten die VertreterInnen Eva auf Platz 5 und Evelyn auf Platz 7. Erstaunt hat Gabriel Rücker, ein junger Genosse aus der Börde, der sich, als es um die Bewerbung für Platz 6 ging, spontan erhob und seinen Hut in den Ring warf. Mutig und authentisch stellte er sich aufs Podium und wurde schließlich auf Platz 8 der Liste gewählt.

Gerechtigkeit verbindet – der Leitspruch zur Bundestagswahl, wird auch die KandidatInnen in den nächsten Wochen und Monaten verbinden und hoffenltich auch darüber hinaus. Denn nur eine starke LINKE, die gemeinsam für ihre Ziele und Positionen einsteht, wird zu Veränderung bewegen können. Der beschlossene Leitantrag, der die Würde des Menschen in den Blick nimmt und auf die vielen Facetten von Ausgrezung und fehlenden Chancen verweist, stellt klar, dass wir die Partei sind, die für soziale Gerechtigkeit steht.

Selbstbewusst bewegen wir uns auf die Wahl zum Deutschen Bundestag zu. Mit unseren gewählten KanditatInnen sind wir gut aufgestellt, die Herausforderung anzunehmen,  einen politischen Paradigmenwechsel hin zu wirklicher zu sozialer Gerechtigkeit, die verbindet, und alle am Reichtum unserer Gesellschaft teilhaben lässt.

In diesem Sinne: seid mutig, mischt euch ein und bewegt euch!

Landesliste der Partei DIE LINKE. Sachsen-Anhalt für die Wahl zu 19. Deutschen Bundestag 2017

Platz 1  Petra Sitte              Wahlkreis 72 – Halle

Platz 2  Jan Korte               Wahlkreis 71 – Anhalt

Platz 3  Birke Bull-Bischoff   Wahlkeis 73- Burgenland-Saalekreis

Platz 4  Matthias Höhn        Wahlkreis 66 – Altmark

Platz 5  Eva von Angern      Wahlkreis 69 – Magdeburg

Platz 6  Jörg Schindler         Wahlkreis 70 – Dessau-Wittenberg

Platz 7  Evelyn Edler           Wahlkreis 68- Harz

Platz 8  Pia Schillinger         Jugendkandidatin, Saalekreis

Platz 9  Gabriel Rücker

Platz 10 Michael Ney

Gedanken zum Jahreswechsel

An die Zukunft denken

Aus und Vorbei. 2016 ist Geschichte. Halten wir es mit Salvador Dali, dem spanischen Maler: „Am liebsten erinnere ich mich an die Zukunft.“  - Das wäre das Beste nach dem Jahr 2016, das wahrlich für uns Linke nicht erfreulich war. Aber ich glaube, in historischer Unvermeidbarkeit wird auch für uns das Jahr 2017 voller Probleme, Aussichten aber auch echter Chancen sein.

Ein Demagoge zieht ins Weiße Haus ein. Auch in Europa verändert die radikale Rechte die politische Landkarte. Ihre Botschaften finden bei dem gefühlten oder tatsächlich verängstigten Teil der Bevölkerung immer mehr Anklang. Unsere Gesellschaft ist tief gespalten. Die Politik verliert immer mehr an Einfluss, weil sie sich freiwillig dem Markt unterordnet hat.

Die Probleme sind nicht mehr zu verschleiern.

·         noch immer keine Rentengerechtigkeit zwischen Ost und West

·         Pflegenotstand

·         Lehrermangel

·         Mangel an Polizisten

Seit geraumer Zeit, speziell mit der Agenda 2010, zerfällt unsere Gesellschaft in Arm und Reich, weil die soziale Ungleichheit hinsichtlich der Einkommen und der Vermögen enorm zugenommen hat. Unter diesen Umständen wird die Bundestagswahl im Herbst zu einer Richtungswahl. Entweder erleben wir die Wiederauferstehung entfesselnder Märkte, also die Jagd auf kurzfristige Renditen, oder aber eine vernünftige Steuerpolitik zur Stärkung sozialer Belange. Der Wahlkampf wird uns einige Strapazen und auch Disziplin abverlangen. Wir brauchen wieder gute Ideen und viele Hände.

Unser Kreisverband ist gut aufgestellt. Wir sind vor Ort verankert und wollen wieder verstärkt auf die Menschen zugehen. Am 27. Januar wählen wir unseren Direktkandidaten für den Wahlkreis 74. Unser Bewerber ist Uwe Zobel, welcher vielleicht einen Gegenpart aus dem Saalekreis erwarten kann. Demokratie lebt auch von Konkurrenz. Ist der Kandidat dann durch die Vertreter aufgestellt, gilt es nur noch an einem Strang zu ziehen. Wir wollen unsere Möglichkeiten im Wahlkampf maximal nutzen.

Liebe Genossinnen, liebe Genossen und Sympathisanten, traditionell steigen wir öffentlich mit einem Neujahresempfang auf die politische „Bühne“. Am 07.02.17 seid Ihr alle dazu herzlich eingeladen. In diesem Jahr findet unser Neujahrsempfang ab 17:30 Uhr im Glashaus des Rosariums in Sangerhausen statt. Mit diesem Auftakt wollen wir signalisieren: 2017 wird ein schwieriges, aber auch erfolgreiches Jahr.

Ich wünsche euch alles Gute und uns gemeinsam viel Freude für 2017!

HNeu